Eine unserer Bandsägen hatte vor kurzem den Geist aufgegeben. Genauer lief der Motor langsam und laut an und nach wenigen Sekunden löste der Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) aus. Eine Sichtprüfung der Steuerelektronik lieferte keine Hinweise auf die Ursache. Also wurde das Getriebe vom Motor getrennt, um festzustellen, ob ersteres möglicherweise den Motor blockiert. Tat es aber nicht. Im nächsten Schritt wurde der Motor jeweils mit und ohne Schutzleiter getestet:
Mit: FI löste nach Funkenbildung im Bereich der Motorkohlen aus
Ohne: Motor lief laut, unruhig und unter Funkenbildung
Die Sichtprüfung Kohlebürsten liefert jedoch auch kein Indiz für die Ursache des Problemes. Erst beim Zerlegen des Motors kam der deutlich verschmutze Kommutator zum Vorschein. Eine Mischung aus Kohlebürstenabrieb und wahrscheinlich Metallstaub hatte sich im inneren des Motors angesammelt. Dieses wurde mit dem Kompressor ausgeblasen und der Kommutator mir hochkörnigem Schleifpapier gesäubert und plan(er) geschliffen.


Nach Wiederzusammengesetzen des Motors und Laufen lassen ohne Schutzleiter: Einige Sekunden lang „altes“ Laufbild bis sich (vermutlich) die Kohlen auf den abgeschliffenen Kommutator eingeschliffen hatten. Danach folgte ein normales Laufbild mit typischen 50 Hz-Summen. Mit Schulzleiter lief der Motor dann auch leise, gleichmäßig und der FI wurde nicht mehr ausgelöst.
Nachdem alles wieder zusammengebaut war, wurde die Säge noch einmal erfolgreich getestet. Zum Spaß wurde noch ein kleiner Wettstreit zwischen der zweiten Metallbandsäge und der gerade reparierten Maschine durchgeführt.
