Oftmals heißt es, dass nur gut koffeiniert gehackt werden kann. Diese Aussage wurde in den letzten Tagen bei uns auf die Probe gestellt, denn unser Kaffee-Vollautomat wollte nicht mehr so recht. Beim Beziehen einer Kaffee-Einheit tropfte kaltes, klares Wasser (ganz ohne Kaffee!1!1!!el) am Kaffee-Auslassarm vorbei in die Tasse, was für Kaffeegenuss im negativen Bereich sorgte.
Also geöffnet, gesäubert, entkalkt! Beim Entkalkungs-Prozess mit offenem Gehäuse zeigte sich dann die Ursache von selbst: Direkt über der Durchlauferhitzereinheit am Anschluss der Hochdruckwasserzufuhrleitung sprühte Wasser. Nach galantem Sprung aus der Gefahrenzone und nachdem das Sprühen aufgehört hatte, bestätigte ein genauerer Blick: Ein Haarriss im Gehäuse. Sobald also am Gerät die Wasserzufuhr aktiviert wird, sprüht (kaltes) Leitungswasser aus dem Riss heraus. So hieß es also die Komponente des Automaten im Ersatzteilkatalog ausfindig zu machen, zu ordern und zu ersetzen.

Obwohl der Apparat ein Paradebeispiel für geplante Obsoleszenz ist, sind die Ersatzteile doch erstaunlich günstig und gut verfügbar. Ein Blick ins innere eines recht komplexen Gerätes, ist auch jedes Mal wieder die Mühe wert. Baugruppen ergründen, verstehen wo und warum an der ein oder anderen Ecke gespart wurde und Denkanstöße für ein „Was würde ich besser machen, wenn“…
